FASZIENYOGA

MAN IST SO ALT WIE SEINE FASZIEN

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WAS SIND EIGENTLICH FASZIEN?

Faszien ist das weiße, gitternetzartige Bindegewebe, das überall im Körper vorkommt. Das Fasziengewebe umhüllt und verbindet alle Strukturen in unserem Körper und lässt die Organe, Knochen, Muskeln und Gefäße aneinander gleiten, was für die Funktionalität des Körpers und die damit verbundenen Schmerzfreiheit maßgeblich ist. Die Bänder und Sehnen z. B. bestehen überwiegend aus dem Fasziengewebe. Die Faszien geben unserem Körper Halt und Form. Diese weißen, zähen Strukturen befinden sich allerdings nicht nur im Menschen. Sie sind z.B. auch in verschiedensten Arten von Obst vorhanden und leicht erkennbar. Ein sehr gutes Beispiel um sich von den Faszien sehr leicht ein Bild vorstellen zu können ist hier die Orange. Die weiße Schicht an der Schale innerhalb dieser Frucht ist wie in unserem Körper die erste Faszienschicht. Und so wie die Faszien auch unsere Organe umhüllen werden im gleichen Maß die einzelnen Orangenschnitte umgeben, welches der zweiten Faszienebene entspricht. Die Faszien sind unser größtes Sinnesorgan. Z.B. unterdrückte Emotionen und Traumata werden hier gespeichert.

FASZIEN – EIN MODETREND?

Die Faszien sind so alt wie die Menschheit, das Faszienwissen und Faszienyoga dagegen ziemlich neu. Bis vor Kurzem hat man den Faszien keine Aufmerksamkeit geschenkt und sie sind bei den Operationen einfach wegseziert worden. Die meisten Menschen wissen, dass man starke Muskeln braucht um schmerzfrei zu bleiben. Und das stimmt auch. Viele von uns kümmern sich auch um ihre Muskeln durch ein regelmäßiges Training. Auch den Alltag mit ihren Herausforderungen bietet uns oft schon genug Muskeltraining. Bei den meisten Menschen sind die Muskeln gut ausgebildet. Was die meisten Menschen leider oft nicht wissen: Bis zu 40% der Muskeln bestehen aus Faszien, 80% der Nervenenden befinden sich in ihnen, d. h. dass Schmerzen viel mehr über die Faszien als über die Muskeln übertragen werden. Die Muskeln haben oft ein Defizit darin, dass die muskelumhüllenden Faszien durch zu wenig Dehnungen, einseitige Belastungen, Schonhaltungen, falsche Ernährung, Stress oder durch das Alter verfilzen, verkleben und spröde werden können, was zu erheblichen funktionellen Störungen und Schmerzen im Körper führen kann. Es können sich auch Triggerpunkte (verhärtete Knötchen im Gewebe, die u. a. Nerven einklemmen) bilden, die in andere Körperregionen ausstrahlen können.

WAS IST ANDERS IM FASZIENYOGA?

Mit dem Faszientraining bekommen unsere Faszien neue Impulse. Durch die dynamischen Minibewegungen in der endgradigen, langkettigen Dehnung werden im Gewebe kleine Verletzungen (Minirupturen)  erzeugt, die bild faszienyogadie Fibroplasten zur Produktion von neuen Elastin- und Kollagen Zellen anregen und den Abbau von alten Zellen beschleunigen. Beim Schwingen, Wippen und sanftem Springen wird die Qualität der Hyaluronsäureflüssigkeit verbessert, die für das Gleiten der Faszien aneinander zuständig ist. Und auch der Lympfluss im Körper wird dadurch angeregt, da die Lymphe zwischen den Faszien verläuft. Dann gibt es noch die Faszienrolle. Durch das langsame Rollen werden tiefe fasziale Schichten erreicht, hier Verklebungen und Verfilzungen gelöst und die alte abgestandene Flüssigkeitspfützen zwischen den Faszien rausgepresst. Bei Krampfadern, akuten Entzündungen und im Schwangerschaft darf nicht gerollt werden!

WIE OFT SOLL TRAINIERT WERDEN?

Die Regenerationspausen zwischen den Trainingseinheiten sind sehr wichtig und unbedingt einzuhalten. Sie sollten zwischen 48-72 Stunden betragen. Somit ergibt sich ein Trainingsintervall von 2- 3 mal in der Woche.

WAS KANN MAN DURCH FASZIENYOGA ERREICHEN?

Durch regelmäßiges Faszienyoga Training werden die Muskeln mit ihren umhüllenden Faszien stärker, elastischer und widerstandsfähiger. Der Körper wird flexibler, beweglicher und die Bewegungen koordinierter.  Die Schmerzen verabschieden sich. Man bekommt einen grazilen Gang, eine aufrechte Haltung, wird geschmeidiger, wirkt jünger, fühlt sich entspannter, schläft besser und stärkt damit nachhaltig das Immunsystem.

maxresdefaultEs gilt auch als Präventivmaßnahme beim Stürzen. Je beweglicher und elastischer man ist, desto weniger Schäden können bei einem Sturz passieren. Genau wie im klassischen Yoga wird sehr großer Wert auf die Atmung, Achtsamkeit, Wahrnehmung und Entspannung gelegt. Faszien werden durch das autonome Nervensystem gesteuert und sind willentlich nicht steuerbar. Wenn wir gestresst sind, ziehen sich unsere Faszien zusammen und wir fühlen uns nicht wohl in unserer Haut. In dem wir unseren Geist beruhigen, reduziert sich die Spannung in den Faszien und das beklemmende Gefühl lässt nach.

DIE FASZIEN UND DIE UNGELIEBTE CELLULITE

Auch die bei Frauen ungeliebte Cellulite entsteht durch unelastische Faszien. Denn das Fettgewebe liegt zwischen den Faszien. Ist die Faszie nicht elastisch und fest genug, lagert sich das Fettgewebe unregelmäßig ein und es zeigt sich durch die Dellen. Ähnlich wie bei einem Lattenrost. Ist der Lattenrost durchgelegen, wird die Matratze an den ausgeleierten Stellen des Lattenrostes einsinken. Natürlich spielt hier eine gesunde Ernährung und ausgewogene Lebensweise auch eine große Rolle! Und auch spezielle Fett-und Wassereinlagerungen reduzierende Behandlungen, wie z. B. die von mit angebotene Jambira Pinda Sveda aus dem Ayurveda, kann dazu beitragen, die Cellulite zu reduzieren oder ganz zu beseitigen.

FÜR WEN IST FASZIENYOGA GEEIGNET?

 

 

 

Das Training ist für jeden geeignet, der die Elastizität und Widerstandsfähigkeit seines Körpers verbessern möchte. Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind ebenfalls herzlich in meinen Stunden willkommen. Bei akuten Beschwerden oder Ungewissheit, ob das Training für Sie das Richtige ist oder welche Gruppe am besten geeignet ist, stehe ich Ihnen sehr gerne telefonisch unter: 0160 93 800 539 oder per E-Mail unter: jana_boehm2000@yahoo.de zur Verfügung.

Ich freue ich sehr über jeden, der durch Faszienyoga mit der Gruppe oder auch im Einzeltraining seine Lebensqualität und Wohlbefinden verbessern möchte.